Rückschau auf EPSA 2009

Für den EPSA 2009 konnten sich sämtliche Ebenen der öffentlichen Verwaltung in Europa in 4 Kategorien bewerben:

  • Leistungssteigerung und -verbesserung bei der Erbringung öffentlicher Dienstleistungen
  • Bürgereinbeziehung
  • Neue Formen partnerschaftlicher Zusammenarbeit
  • Führung und Management für den Wandel

Die Siegerprojekte wurden am 5. November 2009 in Maastricht vom Veranstalter, dem European Institute of Public Administration bekanntgegeben:

Die 4 Preise gingen an „e-Bourgogne“ (Frankreich), eine regionale online-Plattform für e-services, an „Kölner Bürgerhaushalt“ (Deutschland) für die Bürgerbeteiligung an den Haushaltsberatungen der Stadt, an „Oldham Local Strategic Parntership“ (Großbritannien), für die partnerschaftliche Zusammenarbeit zur Belebung der lokalen Wirtschaft und an das „Management in the San Cugat City Hall project“ (Spanien) für die Schaffung von Kontrakten zwischen Politik und Top Management der Verwaltung (PACTE) mit dem Ergebnis gemeinsamer Werte und Ziele.

Österreich war in diesem Wettbewerb mit 27 Bewerbungen
vertreten und lag damit an 4. Stelle. Zwei der Österreichischen Projekte wurden für einen Preis nominiert. Insgesamt 10 wurden mit einem Best Practice Certificate ausgezeichnet (darunter erfreulicherweise auch die einzigen beiden „Gender“-Projekte, die zu diesem Wettbewerb eingereicht wurden):

  • Für einen Preis nominiert: „Baby Doc“ der Stadt Graz (http://www.graz.at/cms/beitrag/10111786/324403/): Dieses Projekt bietet Eltern von Neugeborenen die Möglichkeit im besten Fall im Sinne eines „no stop shops“ die wichtigen Erledigungen rund um die Geburt eines Kindes wie Ausstellung der Geburtsurkunde, Meldebestätigung und vieles mehr direkt im Krankenhaus ohne Behördenwege zu erledigen.
  • Für einen Preis nominiert: „klima: aktiv mobil“ (http://www.klimaaktiv.at/) eine Initiative des Lebensministeriums für aktiven Klimaschutz: Ziel ist das Setzen von Impulsen für einen effizienten Klimaschutz und die Förderung klimafreundlicher Technologien.
  • Gender Mainstreaming in der Wiener Stadtverwaltung (Stadt Wien) (http://www.wien.gv.at/menschen/gendermainstreaming/index.html): systematische Verankerung von Gender-Perspektiven in allen Aufgabenbereichen der Wiener Stadtverwaltung
  • Gender Mainstreaming findet Stadt (Stadt Graz) (http://www.graz.at/cms/beitrag/10103705/407710/): Gender Mainstreaming wurde sowohl verwaltungsintern sowie auch extern implementiert. Dieses Projekt wurde bereits im Rahmen des Österreichischen Verwaltungspreises 2008 mit dem Gender Preis gewürdigt.
  • Interaktive Publikation: Statistisches Taschenbuch 2008 (Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung): eine interaktive Webversion der Printpublikation, die eigene Auswertungen ermöglicht. Diese Auswertungen bieten eine wertvolle Hilfestellung für alle an der Gestaltung der Universitäten beteiligten Gruppen.
  • Dyonipos (Dynamic Ontology based Integrated Process Optimisation) (BM für Finanzen): (http://www.brz.gv.at/Portal.Node/brz/public?gentics.rm=PCP&gentics.pm=gti_full&p.contentid=10008.68985&2009-03-24-DYONIPOS-Makolm-Ipsmiller-2-13MB.pdf) Dies ist ein System des elektronischen Wissensmanagements, das den BenützerInnen proaktiv und kontextbezogen relevante Informationen bietet.
  • ÖkoBusinessPlan Wien: Umweltservicepaket der Stadt Wien für Unternehmen (http://www.wien.gv.at/umweltschutz/oekobusiness/): Dieses umfangreiche Service- und Informationsangebot hilft Betrieben auf dem Weg zu einer umweltorientierten Unternehmensführung
  • Standards für Öffentlichkeitsbeteiligung (Standards der Öffentlichkeitsbeteiligung (Empfehlungen für die gute Praxis) (PDF 166 kB) ), Empfehlungen für die gute Praxis (Lebensministerium/BKA): Das Kernprodukt dieses Projekts ist ein Leitfaden, der Hilfestellung für den Umgang mit Beteiligungsprozessen einer breiten Öffentlichkeit im Rahmen von Planungs- und Entscheidungsprozessen wie der Entstehung von Gesetzen bietet.
  • Life cycle cost model – Neubau der Fachhochschule St. Pölten (http://www.epsa2009.eu/en/media/show/&tid=17): Neubau der FH St. Pölten unter den Gesichtspunkten eines Life-Cycle Cost Models mit 25 Jahren Laufzeit und speziellem Fokus auf Nachhaltigkeit
  • LILA – Change Management: New Leadership Principles and Implementation Approaches (Versicherungsanstalt Österreichischer Eisenbahnen und Bergbau) (http://www.lila-management.com/docs/Pressetext%20LILA%20MANAGEMENT%204800Zeichen.pdf): erfolgreiche Planung und Durchführung von Veränderungsprozessen im Unternehmen

Nähere Informationen zu allen eingereichten Projekten finden Sie auch im offiziellen Projektkatalog des EPSA 2009.